Gewaltwelle unter Jugendlichen: Polen erlebt eine Serie blutiger Messerangriffe an Schulen
In Polen hat eine Serie von Messerangriffen an Schulen für Unruhe gesorgt. Innerhalb weniger Tage kam es an drei Schulen zu Attacken, bei denen eine Hausmeisterin starb und mehrere Jugendliche verletzt wurden. Die Polizei nahm in den vergangenen Tagen 117 Personen fest und überprüfte landesweit 67.000 Schulen.
Der jüngste Vorfall ereignete sich am Samstag in einer privaten Berufsfachschule in Warschau. Eine 21 Jahre alte Angreiferin verletzte dort drei junge Frauen mit einem Messer. Eine 17 Jahre alte Schülerin musste mit Schnittwunden an den Unterarmen ins Krankenhaus, die beiden anderen Opfer wurden vor Ort versorgt.
Ministerpräsident Donald Tusk und Innenminister Marcin Kierwinski sehen bislang keine Hinweise auf eine organisierte Gruppe. Die Taten gelten nach bisherigen Erkenntnissen als spontane Gewaltakte. Die Behörden wollen die Kontrollen an Schulen in der kommenden Woche fortsetzen.
