Wahlkampf per Fahrrad: Können Serbiens Studenten Vucic besiegen?
In Serbien treten Studierende bei den anstehenden Wahlen mit einer Fahrradtour durch das Land gegen das Lager von Aleksandar Vucic an. Die Bewegung war vor zwei Jahren nach dem Einsturz eines Bahnhofsvordachs in Novi Sad entstanden, bei dem 16 Menschen starben. Die Studierenden sehen darin ein Symbol für Korruption und Machtmissbrauch und fordern einen politischen Neuanfang.
Sie setzen sich für bessere Bildung, Rechtsstaatlichkeit und eine klare EU Perspektive ein. Zugleich kritisieren sie Vucics Haltung gegenüber Russland und den Umgang mit Protesten. Statt auf eine einzelne Führungsfigur zu setzen, haben sie viele Professoren und Wissenschaftler auf ihren Listen. Umfragen sehen die Studentenliste inzwischen auf Augenhöhe mit dem Vucic Lager.
Bei ihrer Tour treffen die Studierenden in konservativen Regionen sowohl auf Unterstützung als auch auf Anhänger Vucics. Dort verweist die Regierungsseite auf Verbesserungen bei der Infrastruktur und auf die Politik des Präsidenten. Für die Wahl am 25. Oktober gilt das Ergebnis als mögliches politisches Signal für Serbien und den Balkan.
