Gewaltwelle an Schulen in Polen: Messerattacken durch Schüler
Nach einer Reihe von Messerangriffen an Schulen in Polen hat die Regierung schärfere Schutzmaßnahmen angekündigt. Auslöser war ein tödlicher Angriff auf eine Grundschule im Dorf Leszczydol Nowiny nordöstlich von Warschau, bei dem ein 15 Jähriger eine Hausmeisterin mit einem Messer tötete. Der Schulleiter und eine Lehrerin überwältigten den Täter, wurden dabei aber selbst verletzt.
Am selben Tag wurden weitere Vorfälle bekannt. In einer Berufsschule in Ostroleka verletzte ein 19 Jähriger neun Menschen, ein 17 Jähriger wurde in Sierpc festgenommen, weil er einen Anschlag an seiner Schule geplant haben soll. Regierungschef Donald Tusk kündigte an, die Polizeipräsenz an Schulen zu verstärken. Die Polizei prüft zudem Hinweise auf mögliche Nachahmungstaten im Zusammenhang mit sozialen Medien. In mehreren Regionen blieben Schulen aus Angst vor weiteren Angriffen geschlossen. Gleichzeitig beschloss das Parlament ein Gesetz, das eine schnellere Löschung krimineller Inhalte im Netz ermöglichen soll.
