Energie, Rüstung, Sozialsysteme: Finnland hat große Probleme
Finnland steht vor dem härtesten Sparkurs seit Jahren. Vor der Wahl im April rückt die Debatte nach Angaben aus dem Land vor allem um Kürzungen bei Dienstleistungen, Sozialleistungen und Renten in den Mittelpunkt. Die Staatsverschuldung ist auf 90,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gestiegen, das Haushaltsdefizit dürfte 2026 bei 4,2 Prozent liegen.
Die Regierung will bis zur nächsten Wahl rund neun Milliarden Euro einsparen, Ökonomen halten aber deutlich größere Einschnitte für nötig. Zugleich fordert die Europäische Union eine stärkere Begrenzung der Neuverschuldung. Finnland hat seine Verteidigungsausgaben nach dem NATO Beitritt erhöht und gibt inzwischen mehr Geld für das Militär aus. Auch die Energiepreise und die Umstellung weg von russischen Lieferungen belasten den Haushalt.
Die Lage wird zusätzlich durch hohe Arbeitslosigkeit und schwache Konsumausgaben erschwert. Die Märkte reagieren bislang verhalten, doch die Risiken bleiben hoch.
