So fordert die Verleihung des Literaturnobelpreises die Buchbranche
Nach der Verleihung des Literaturnobelpreises steigt die Nachfrage nach den Büchern der ausgezeichneten Autorinnen und Autoren in vielen Buchhandlungen deutlich an. In der Berliner Buchhandlung Dussmann sind Werke der diesjährigen Preisträgerin Anne Carson zunächst teils nur auf Englisch verfügbar, deutsche Übersetzungen sollen aber bald wieder lieferbar sein. Bundesweit versuchen Buchhandlungen und Verlage, schnell an knappe Exemplare zu kommen.
Für kleinere Verlage bedeutet die Auszeichnung oft zusätzliche Arbeit, weil Nachdrucke geplant und Auflagen neu kalkuliert werden müssen. Der sogenannte Nobelpreis Effekt lässt sich auch in den Verkaufszahlen erkennen: Im vergangenen Jahr wurden die Bücher von Laszlo Krasznahorkai in den ersten vier Wochen nach der Auszeichnung knapp 400 Mal häufiger verkauft als in den zwölf Wochen zuvor. Auch ein Jahr später lagen die Verkäufe noch deutlich über dem vorherigen Niveau. Nach Einschätzung von Fachleuten hält der Effekt meist ein bis zwei Jahre an und fällt je nach Autor unterschiedlich stark aus.
