Mögliche CDU Stimmen für AfD: Radtke fordert Parteiausschluss für Abweichler
Nach der Wahl des AfD Politikers Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten in Sachsen Anhalt verschärft sich der Streit in der CDU. Der Chef des CDU Arbeitnehmerflügels, Dennis Radtke, forderte Parteiausschlussverfahren gegen Abgeordnete, falls sie für Rausch gestimmt haben sollten. Wer Rechtsextremisten in politische Verantwortung verhelfe, müsse mit Konsequenzen rechnen, sagte Radtke.
Rausch war mit 48 Stimmen in der konstituierenden Landtagssitzung in Magdeburg gewählt worden. AfD und BSW kommen zusammen auf 44 Stimmen, daher ist unklar, woher die vier zusätzlichen Stimmen kamen. Die Wahl war geheim. CDU Bundestagsabgeordnete Serap Güler hält es für möglich, dass auch CDU Abgeordnete Rausch unterstützt haben. Bundeskanzler Friedrich Merz warnte vor voreiligen Schlussfolgerungen.
