Bitcoin Quantenrisiko: Warum Europol jetzt Alarm schlägt
Europol warnt vor einem möglichen Risiko für Bitcoin durch Quantencomputer und rät dazu, nicht zu lange mit Gegenmaßnahmen zu warten. Nach Einschätzung der Behörde könnten ausreichend leistungsfähige Quantencomputer eines Tages kryptografische Schutzmechanismen von Bitcoin und anderen Kryptowährungen angreifen.
Besonders gefährdet sieht Europol Bitcoin Wallets, bei denen ein öffentlicher Schlüssel bereits bekannt ist. Mit speziellen Rechenverfahren könnte ein Quantencomputer daraus den privaten Schlüssel ableiten. In diesem Fall wären theoretisch Transfers fremder Bitcoin möglich. Bei älteren Adressformen oder bereits verwendeten Schlüsseln sei dies eher denkbar. Schätzungen zufolge liegen rund 6,9 Millionen Bitcoin auf solchen Adressen.
Europol verweist zugleich darauf, dass andere Sicherheitsmechanismen der Blockchain, vor allem kryptografische Hashfunktionen, als vergleichsweise widerstandsfähig gelten. Die Behörde empfiehlt einen schrittweisen Umstieg auf quantenresistente Verfahren, da solche Änderungen in dezentralen Netzwerken Zeit brauchen.
