Die Affäre Hanning: BND vor einem Scherbenhaufen
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Die Affäre Hanning: BND vor einem Scherbenhaufen

Der Bundesnachrichtendienst steht nach der Festnahme seines früheren Präsidenten August Hanning und eines weiteren früheren Mitarbeiters unter Druck. Gegen Hanning ermittelt der Generalbundesanwalt wegen Spionageverdachts, der 80 Jahre alte Ex BND Chef sitzt in Untersuchungshaft. Auch gegen Manfred D. wird ermittelt, der bis März beim BND beschäftigt war und nach Angaben der Ermittler über Jahre hinweg Dokumente weitergegeben haben soll.

Im Raum steht der Verdacht, dass zwischen 2010 und 2022 rund 2000 Unterlagen abgeflossen sind, darunter offenbar zahlreiche Verschlusssachen. Es soll sich um Dokumente aus der Vorbereitung der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage gehandelt haben. Unklar ist, wie die Weitergabe so lange unbemerkt bleiben konnte und in welchem Umfang Geld geflossen sein soll.

Für den amtierenden BND Präsidenten Martin Jäger bedeutet der Fall auch einen Vertrauensverlust bei Partnerdiensten im Ausland. Der Dienst war bereits 2022 von einem weiteren mutmaßlichen Verratsfall betroffen, der derzeit vor dem Berliner Kammergericht verhandelt wird.

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