CDU Stimmen für die AfD in Sachsen Anhalt? SPD ist empört
Nach der Wahl eines AfD Politikers zum Präsidenten des Landtags in Sachsen Anhalt steht die Diskussion über den Umgang mit der Partei erneut im Mittelpunkt. Tobias Rausch erhielt bei der geheimen Abstimmung nicht nur die Stimmen seiner Fraktion und des BSW, sondern auch vier weitere Stimmen, die nach Einschätzung vieler Beobachter aus der CDU gekommen sein könnten.
SPD und Union reagierten mit scharfer Kritik. Vizekanzler Lars Klingbeil sprach von einem Tabubruch und forderte Erklärungen von BSW und CDU. Bundesbildungsministerin Karin Prien sagte, eine rechtsextremistische Regierung und ein rechtsextremistischer Landtagspräsident passten nicht zur Würde des Menschen.
Die Wahl in Magdeburg belastet auch die Koalition in Berlin. Zugleich wächst die Sorge, dass sich die Debatte um eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD weiter zuspitzt. Die Partei hatte die Landtagswahl in Sachsen Anhalt deutlich gewonnen, verfügt aber über keine eigene Mehrheit.
