Britische Geheimdienste nach Festnahme von August Hanning besorgt
Britische Geheimdienste prüfen nach der Festnahme des früheren BND Chefs August Hanning, ob geheime Informationen oder Quellen gefährdet wurden. Nach Angaben der Zeitung Telegraph laufen dazu interne Überprüfungen bei MI6, GCHQ und mehreren US Diensten. Im Fokus steht der Schutz von Informanten und Agenten, die durch weitergegebene Informationen identifiziert worden sein könnten.
Der Fall hat demnach für erhebliche Unruhe unter westlichen Geheimdiensten gesorgt und auch das Vertrauen in den BND belastet. Hanning soll nach seiner Amtszeit illegal über seinen früheren Büroleiter rund 2000 geheime Dokumente beschafft und damit Analysen erstellt haben. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm geheimdienstliche Agententätigkeit, landesverräterische Ausspähung, das Auskundschaften von Staatsgeheimnissen und versuchten Landesverrat vor.
Der BND hat nach eigenen Angaben früh interne Ermittlungen eingeleitet. Hanning soll am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Auch sein ehemaliger Büroleiter wurde festgenommen.
