Entsetzen nach Festnahme des Ex BND Chefs Hanning
Die Festnahme des früheren BND Chefs August Hanning hat in der Bundespolitik Entsetzen ausgelöst. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Geheimdienst Kontrollgremiums im Bundestag, Marc Henrichmann, sprach von einem wichtigen Signal des Staates und betonte, Geheimnisverrat werde nicht geduldet.
Hanning hatte den Bundesnachrichtendienst von 1998 bis 2005 geleitet. Der Generalbundesanwalt ermittelt gegen ihn wegen des Verdachts, Staatsgeheimnisse ausgekundschaftet und geheimdienstlich für eine fremde Macht tätig gewesen zu sein. Er soll geheime Informationen von seinem früheren Büroleiter beim BND gekauft haben. Ob und an wen er sie weitergegeben haben soll, ist unklar.
BND Präsident Martin Jäger bestätigte interne Ermittlungen, die den Verdacht erhärtet hätten. Vertreter von SPD, CDU und Grünen forderten eine rasche und umfassende Aufklärung. Mehrere Politiker warnten zudem vor Schäden für das Vertrauen in die Sicherheitsbehörden und für ausländische Partnerdienste.
