Nobelpreis für Physik: Auszeichnung für Nachweis von Geistern aus dem All
Francis Halzen erhält den Physik Nobelpreis für seinen Beitrag zum Nachweis hochenergetischer Neutrinos aus dem All. Möglich wurde dies durch das IceCube Observatorium in der Antarktis, ein riesiges Messsystem tief unter dem Eis, das erste Neutrinos kosmischen Ursprungs nachwies. Die Idee dafür hatte Halzen bereits 1988.
Neutrinos sind extrem schwer nachweisbar, weil sie nur sehr schwach mit Materie wechselwirken. IceCube nutzt das antarktische Eis, um kleinste Lichtblitze zu registrieren, die beim seltenen Kontakt der Teilchen mit dem Detektor entstehen. Das Observatorium wurde Ende 2010 fertiggestellt und detektiert im Schnitt etwa ein Neutrino pro Tag.
Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Geldgeber des internationalen Projekts und wissenschaftlich stark beteiligt. Laut Nobelkomitee könnte IceCube helfen, bislang unbekannte kosmische Phänomene sichtbar zu machen.
