Austrian Power Grid bringt mit neuen Sensoren mehr Effizienz in den Netzbetrieb
Der österreichische Übertragungsnetzbetreiber Austrian Power Grid setzt in einem Pilotprojekt auf neue Sensoren, um den Netzbetrieb effizienter zu steuern und mehr Ökostrom transportieren zu können. Grundlage ist der witterungsabhängige Freileitungsbetrieb, den die APG seit 2013 nutzt und weiterentwickelt. Dabei werden Übertragungskapazitäten anhand aktueller Wetterdaten und Messwerte von Sensoren ermittelt und angepasst.
Die neuen Gridpulse Sensoren von Siemens Energy erfassen Wetter, Umgebung und Betriebsdaten in Echtzeit. Nach Angaben von APG können damit die aktuell verfügbare Übertragungskapazität präziser berechnet, Engpässe reduziert und bestehende Reserven im Netz besser genutzt werden. Die Momentanauslastung der Übertragungskapazität lasse sich um bis zu 50 Prozent steigern, zudem seien bislang Einsparungen im niedrigen dreistelligen Millionen Euro Bereich erzielt worden.
Die Sensoren sollen vor allem auf stark ausgelasteten Leitungen eingesetzt werden. Ihre leichtere Bauweise ermöglicht die Montage per Drohne im laufenden Betrieb. Mit der Installation will die APG noch im Oktober 2026 beginnen, erste Ergebnisse aus dem Probebetrieb werden 2027 erwartet.
