Rätselhafter Fall in Sibirien: Pest oder Lungenentzündung, woran starb die russische Forscherin?
Im sibirischen Irkutsk sorgt der Tod einer 28 Jahre alten Forscherin weiter für Spekulationen. Darja Schipilowa starb in der Nacht zum 2. Oktober im Krankenhaus von Schelechow. Sie arbeitete seit mindestens 2022 am Irkutsker Forschungsinstitut zur Pestbekämpfung und hatte in Irkutsk Medizin studiert.
Nach verschiedenen Darstellungen könnte sie sich bei der Arbeit mit dem Erreger der Lungenpest infiziert haben. Die russische Gesundheitsbehörde Rospotrebnadsor nannte jedoch eine Pneumonie ungeklärter Ursache als Todesursache. Zugleich liefen in der Region umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen an: Das Krankenhaus wurde unter Quarantäne gestellt, Kontaktpersonen wurden untersucht, öffentliche Veranstaltungen in Irkutsk abgesagt.
Die Behörden reagierten teils mit widersprüchlichen Angaben. Zunächst war von einem Pestverdacht die Rede, später wurde dies relativiert. Bestätigt ist bislang nur ein Todesfall mit Verdacht auf eine Infektion. Die Pest ist in Russland nach wie vor vorhanden und zirkuliert unter Nagetieren in mehreren Regionen des Landes.
