Bosnien und Herzegowina: Nationalisten behalten weiter die Oberhand
Bei den Wahlen in Bosnien und Herzegowina haben nationalistische Kräfte ihre Positionen behauptet. In das dreiköpfige Staatspräsidium wurden erneut der Bosniake Denis Becirovic und die Serbin Zeljka Cvijanovic gewählt. Neu im Gremium ist die Kroatin Darijana Filipovic, die sich deutlich gegen ihren sozialdemokratischen Gegenkandidaten durchsetzte.
Auch in der Republika Srpska festigte die nationalistische SNSD ihre Macht. Ihr Kandidat Savo Minic gewann die Präsidentschaftswahl klar, im Parlament der Teilrepublik blieb die Partei mit 39 Prozent stärkste Kraft. Der frühere RS Präsident Milorad Dodik würdigte in einer Rede US Präsident Donald Trump und bedankte sich auch bei Wladimir Putin. Die Regierungsbildung auf Staatsebene dürfte sich erneut über Monate hinziehen.
