Walfang Konferenz in Australien: Schutzgebiet scheitert erneut
Die Internationale Walfangkommission hat sich bei ihrer Konferenz im australischen Hobart nicht auf ein großes Schutzgebiet im Südatlantik einigen können. Für die nötige Dreiviertelmehrheit fehlten vier Stimmen. Das geplante Gebiet wäre mehr als doppelt so groß gewesen wie die USA.
Einigkeit gab es hingegen bei Maßnahmen zu Walstrandungen und zum Schutz vor Kollisionen zwischen Schiffen und Walen. Die Delegierten beschlossen, den internationalen Datenaustausch zu Walstrandungen zu verbessern und Schiffsrouten in Gebieten mit vielen Walen anzupassen. Auch eine Reduzierung der Geschwindigkeit soll dazu beitragen, Zusammenstöße zu vermeiden.
Zudem verabschiedete die Kommission eine Resolution, die den Beifang von Kleinwalen und Delfinen in Fischernetzen verringern soll. Die Beschlüsse sind nicht rechtlich bindend, können aber politischen Druck auf die Mitgliedstaaten ausüben.
