Bucerius Kunst Forum zeigt Raritäten jüdischer Kunstsammler
Das Bucerius Kunst Forum in Hamburg zeigt in der Ausstellung „Von Monet bis Picasso“ 95 Kunstwerke aus jüdischem Besitz. Zu sehen sind Werke unter anderem von Vincent Van Gogh, Paul Cézanne, Max Pechstein, Paula Modersohn Becker, Emil Nolde, Claude Monet und Ferdinand Hodler. Einige Bilder sind nach ihrer Rückgabe an die Erben erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wieder in Deutschland zu sehen.
Die Ausstellung erinnert an jüdische Kunstsammlerinnen und Kunstsammler, deren Besitz in der Zeit der Verfolgung unter Druck verkauft oder geraubt wurde. Im Zentrum stehen unter anderem die Fälle von Margarethe Mauthner und Max Emden. Beide verloren Vermögen und Werke, teils zur Finanzierung ihrer Flucht. Nachkommen fordern bis heute Restitution und Entschädigung.
Nach Angaben des Hauses bleibt die Aufarbeitung für viele Familien ein langwieriger und belastender Prozess. Auch in Hamburg gibt es weiterhin Streit um Rückgaben und Entschädigungen. Ziel der Schau ist es, die Geschichte jüdischer Mäzene und die Herkunft der Werke sichtbar zu machen.
