Trump bei UN Vollversammlung: Mehr Staatsmann, weniger Konfrontation
US Präsident Trump hat sich bei der UN Vollversammlung deutlich disziplinierter gezeigt als bei seinem Auftritt im vergangenen Jahr. Diesmal las er seine Rede vom Teleprompter ab und bedankte sich sogar beim UN Sicherheitsrat. Der vor einem Jahr noch drohende Ausstieg der USA aus den Vereinten Nationen ist damit vom Tisch.
Der Kurswechsel hat vor allem innenpolitische Gründe. Vor den Kongresswahlen im November sind Trumps Umfragewerte und die der Republikaner schwach, mehr als 70 Prozent der US Bürger lehnen seine Außenpolitik ab. Kritik gibt es vor allem an seinen Angriffen auf Verbündete, der Zollpolitik, dem Krieg gegen Iran und den gestiegenen Benzin und Energiepreisen.
Mit seinem Auftritt wollte Trump mehr Staatsmann und weniger Konfrontation zeigen. Gleichzeitig lobte er sich als Friedensstifter und behauptete, bereits acht Kriege beendet zu haben. Auch seine Gespräche am Rande der UN Vollversammlung könnten ihm helfen, einen Ausweg aus der Lage zu finden.
