Wollte als Märtyrer sterben: Schüler nach islamistischem Messerangriff verurteilt
Ein Essener Schüler ist wegen eines islamistischen Messerangriffs zu neun Jahren Jugendhaft verurteilt worden. Das Düsseldorfer Oberlandesgericht sah zweifachen versuchten Mord als erwiesen an. Der zur Tatzeit 17 Jahre alte Angeklagte hatte vor einem Jahr seine Klassenlehrerin an einem Berufskolleg und einen Obdachlosen mit einem Messer angegriffen und beide lebensgefährlich verletzt.
Nach Angaben des Gerichts hatte sich der Jugendliche aus dem Kosovo über das Internet radikalisiert. Als Auslöser nannte er, seine Lehrerin habe den Propheten Mohammed beleidigt. Er soll außerdem geplant haben, sich anschließend von Polizisten erschießen zu lassen. Das Gericht ordnete die Unterbringung in einer sozialtherapeutischen Einrichtung an und behielt sich Sicherungsverwahrung vor. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
