EU Kommission senkt Wachstumsprognose für Deutschland deutlich
Wegen der wirtschaftlichen Folgen des Iran Kriegs hat die EU Kommission ihre Wachstumsprognose für Deutschland im Jahr 2026 deutlich gesenkt. Sie rechnet nur noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6 Prozent. Zugleich erwartet sie für den Euroraum eine Inflationsrate von drei Prozent im Jahr 2026.
Auch für die Europäische Union insgesamt und für die Eurozone wurde die Prognose nach unten korrigiert. Für die EU erwartet die Kommission nun ein Wachstum von 1,1 Prozent statt 1,4 Prozent, für die 21 Staaten der Eurozone 0,9 Prozent. Als Grund nennt sie den starken Anstieg der Energiepreise infolge des Konflikts im Nahen Osten, der die Wirtschaftstätigkeit bremse.
Eine leichte Verbesserung der Lage stellt die EU Kommission erst für 2027 in Aussicht, wenn sich die Energiemärkte beruhigen. Auch die Bundesregierung und das Institut der deutschen Wirtschaft hatten ihre Erwartungen für die deutsche Konjunktur bereits gesenkt.
