SPD nach den Wahlen: Das neue Machtzentrum Schwesig?
Nach den Landtagswahlen rückt Manuela Schwesig in der SPD stärker in den Mittelpunkt. Sie kritisierte am Tag nach der Wahl im Willy Brandt Haus scharf die Reformpläne der Bundesregierung und griff auch Bundeskanzler Friedrich Merz an. Dabei verwies sie auf geringe Zustimmung zur Bundesregierung in Mecklenburg Vorpommern und auf breite Kritik an den Reformen.
Die SPD Spitzen Bärbel Bas und Lars Klingbeil wirkten daneben zurückhaltender. In der Partei wächst der Druck, die politische Linie neu auszurichten. Ein weiteres Festhalten an bisherigen Positionen gilt zunehmend als unwahrscheinlich. Auch der Berliner Spitzenkandidat Steffen Krach steht nach dem schwachen SPD Ergebnis in Berlin unter Druck.
Das SPD Präsidium beschloss am Morgen ein Strategiepapier und plant für Dezember einen Parteikonvent. Dort soll es um die inhaltliche Ausrichtung der Partei gehen, nicht um Personalfragen. Im Papier spricht sich die SPD für ein klareres Profil aus und nennt unter anderem Reformen bei der Erbschaftsteuer und im Rentensystem.
