Elektromobilität: Baut Deutschland die falschen Ladesäulen?
Die Nachfrage nach Elektroautos in Deutschland steigt deutlich. Im Juli 2026 entfielen nach Zahlen des Kraftfahrt Bundesamtes 29,3 Prozent der Neuzulassungen auf reine Elektroautos, während Verbrenner nur noch 30,7 Prozent ausmachten. Zusammen mit Plug in Hybriden lag der Anteil der Neuwagen mit Elektroantrieb bei 40,7 Prozent.
Mit dem wachsenden Markt verändert sich auch der Blick auf die Ladeinfrastruktur. Experten halten es nicht mehr für entscheidend, möglichst viele öffentliche Ladepunkte zu bauen. Wichtiger sei, dass Ladesäulen an den passenden Standorten stehen und die jeweils benötigte Ladeleistung bieten. Besonders Schnellladepunkte werden stärker genutzt als langsame AC Ladepunkte.
Daten des Unternehmens Cirrantic zeigen, dass seit Ende 2024 mehr Ladevorgänge über Schnelllader als über AC Lader laufen. Gleichzeitig kostet öffentliches AC Laden im Schnitt etwa 58 Cent pro Kilowattstunde, Schnellladen rund 62 Cent. Entscheidend für die weitere Entwicklung sei daher eine Infrastruktur, die gut ausgelastet, zuverlässig und transparent nutzbar ist.
