Kritik am hohen Wehretat: Eine Strategie ist nicht erkennbar
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Kritik am hohen Wehretat: Eine Strategie ist nicht erkennbar

Deutschland plant für das kommende Jahr Verteidigungsausgaben in Höhe von 140 Milliarden Euro, so viel wie nie zuvor. Der Bundestag debattiert den Wehretat in einer angespannten Sicherheitslage, die von Russlands Krieg gegen die Ukraine, Spionage, Sabotage und hybriden Angriffen geprägt ist.

Kritik gibt es vor allem daran, dass das Geld nach Ansicht von Experten nicht ausreichend strategisch eingesetzt werde. Moritz Schularick vom Kiel Institut für Wirtschaftsforschung bezeichnete einen Großteil der geplanten Beschaffungen als „Altmetall“. Auch Nico Lange sieht zwar wichtige Nachkäufe für die Bundeswehr, vermisst aber eine klare Ausrichtung auf künftige Kriegsführung und technologische Führungsfähigkeit.

Der Etat setzt weiter auf schwere Waffensysteme und US Produkte wie F 35 Kampfjets und Tomahawk Marschflugkörper. Zugleich steigen die Mittel für Forschung und Entwicklung zwar auf 2,9 Milliarden Euro, bleiben im Verhältnis zum Gesamtetat aber gering. Experten fordern mehr Investitionen in neue Technologien, europäische Kooperation und eine stärkere Ausrichtung auf Drohnen, digitale Systeme und unbemannte Waffen.

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