EU droht mit Handelsschranken: Trumps Zölle verschärfen Brüssels China Problem
Die Europäische Union verschärft ihren Kurs gegenüber China, weil sie den Zustrom chinesischer Billigwaren und die Folgen der US Zölle für die europäische Industrie als wachsendes Problem sieht. EU Umweltkommissar Wopke Hoekstra räumt eine starke Abhängigkeit von chinesischen Schlüsseltechnologien und Rohstoffen ein, zugleich aber auch einen hohen Druck durch subventionierte Exporte aus China. Das Handelsdefizit der EU mit China lag 2025 bei rund einer Milliarde Euro pro Tag.
Brüssel verhandelt zunächst mit Peking über sinkende Subventionen und den Abbau von Exportbeschränkungen für europäische Firmen. Zugleich bereitet die EU weitere Schutzmaßnahmen vor, darunter Zölle, Importbeschränkungen und mögliche Zollkontingente nach dem Vorbild des Stahlsektors. Bereits verhängt wurden Anti Dumping Zölle auf mehrere chinesische Produkte sowie Beschränkungen bei großen Ausschreibungen für Medizinprodukte.
Im Gespräch ist auch ein neues Instrument gegen chinesische Überkapazitäten, das schneller greifen soll als klassische Verfahren. Daten von Denkfabriken zeigen zugleich, dass chinesische Exporte in die EU zuletzt deutlich zulegten, während die Ausfuhren in die USA zurückgingen.
