Mehr Schutz kritischer Anlagen: Stromnetzbetreiber machen es Attentätern unnötig leicht
|

Mehr Schutz kritischer Anlagen: Stromnetzbetreiber machen es Attentätern unnötig leicht

Amprion Chef Christoph Müller fordert nach Anschlägen auf das Stromnetz mehr Spielraum für den Schutz kritischer Anlagen. Der Übertragungsnetzbetreiber betreibt das zweitgrößte Höchstspannungsstromnetz in Deutschland mit rund 180 Umspannwerken. Zwei Anlagen in Bergheim und Dormagen waren zuletzt von Sabotageakten betroffen.

Müller dringt auf weniger Transparenzvorgaben, damit Unternehmen Angaben zu Strom und Gasnetzen nicht in diesem Umfang öffentlich machen müssen. Zudem spricht er sich für mehr Möglichkeiten bei Videoüberwachung und Drohneneinsätzen aus. Drohnen könnten nach seiner Ansicht regelmäßig Leitungen kontrollieren, derzeit sei das nur in sehr speziellen Fällen erlaubt.

Der Chef des Unternehmens rechnet mit weiteren Anschlägen. Amprion habe den Betrieb aber sicherer aufgestellt, etwa durch verschobene Wartungsarbeiten und höhere Sicherheitsmargen. Einen vollständigen Schutz gebe es nicht, sagte Müller, wichtig sei jedoch, mit den Bedrohungen umgehen zu können.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert