XRP Ledger im BIZ Test: Ripple Coin bleibt außen vor
Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich testet den praktischen Einsatz des XRP Ledgers, um offizielle Wirtschafts und Finanzstatistiken fälschungssicher abzusichern. Im Zentrum steht dabei nicht sensibler Inhalt, sondern die Verankerung kryptografischer Fingerabdrücke von Datensätzen auf der Blockchain.
Mit dem Projekt soll eine Sicherheitslücke des SDMX Standards geschlossen werden, der weltweit von Finanzinstitutionen für den Austausch makroökonomischer Daten genutzt wird. Bislang fehlt dort eine native kryptografische Methode, um die Integrität der weiterverteilten Daten zu prüfen. Die Forscher bündelten mehrere Datensätze in einem Merkle Baum und hinterlegten den Root Wert auf der XRPL Blockchain. Die Authentizität der Daten lässt sich anschließend per signierter Verifiable Credentials mit einer Abfrage bestätigen.
Für die Wahl des XRP Ledgers waren vor allem niedrige Gebühren, schnelle Konsensfindung und verfügbare Entwicklerressourcen ausschlaggebend. Im Test erreichte das System eine mediane Publikationszeit von 3 bis 5 Sekunden und eine Verifizierungszeit von 1 bis 2 Sekunden. Ein direkter Nachfrageimpuls für XRP ergibt sich daraus nicht, da der Token im Test nur als Gebühreninstrument diente.
