Viele Tote nach Sturzflut in Nepal, Hunderte Reisende vermisst
Bei einer schweren Sturzflut in Nepal sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte Menschen werden noch vermisst, darunter auch zahlreiche Reisende. Nach Angaben der Behörden könnten die Opferzahlen weiter steigen.
Unter den Vermissten in der Grenzregion zu Tibet sind nach Angaben der Tourismusbehörde 291 Ausländerinnen und Ausländer, darunter 105 Inder. Auch acht Südkoreaner, die in dem Gebiet an einem Wasserkraftwerk arbeiteten, gelten als vermisst. Die Behörden versuchen, den Aufenthaltsort der Reisenden zu klären.
Die Wassermassen rissen ganze Dörfer weg und beschädigten Straßen, Brücken und Kraftwerke. Nepals Premierminister Balendra Shah kündigte den Einsatz der Armee und weiterer Sicherheitskräfte an. Für flussabwärts gelegene Gebiete wurde eine Katastrophenwarnung ausgegeben. Ursache der Sturzflut war zunächst unklar, möglich war ein Gletscherseeausbruch.
