Rede über Zuwanderung: Steinmeier fordert Absage an völkische Ideologie
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen Anhalt, Berlin und Mecklenburg Vorpommern gegen Ausgrenzung und Abwertung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte gewandt. In Berlin sagte er, Deutschland gehöre allen, die rechtmäßig hier lebten, und warnte vor einem Rückfall in völkisches Denken.
Steinmeier betonte, Deutschland brauche Zuwanderung, um zu funktionieren, und nannte dabei unter anderem Krankenhäuser, Altenheime, Pflegeeinrichtungen und große Bereiche der privaten Wirtschaft. Es gebe keine Staatsbürger erster oder zweiter Klasse, sagte er. Zum Eröffnen einer Podiumsdiskussion erklärte der Bundespräsident, das deutsche Volk im Sinne der Verfassung schließe auch Menschen ein, die hinzugekommen seien.
Zugleich räumte Steinmeier ein, dass Zuwanderung alteingesessene Bürger und Kommunen Kraft koste. Sie könne aber auch neue Kraft geben, etwa wenn Unternehmen passende Arbeitskräfte oder Ingenieure fänden. Die Veranstaltung unter dem Motto Zuhause in Deutschland. Wie wir miteinander leben war die erste Publikumsveranstaltung in Steinmeiers Übergangsquartier am Spreebogen in Berlin.
