Gottesanbeterin breitet sich in Deutschland aus
In Deutschland wurden in diesem Sommer ungewöhnlich viele Gottesanbeterinnen registriert. Seit Anfang Juli meldeten Bürgerinnen und Bürger mehr als 15.000 Sichtungen des exotischen Insekts an den Naturschutzbund NABU. Das sei deutlich mehr als im gesamten vergangenen Jahr.
Die Art war lange vor allem am Kaiserstuhl im Süden Deutschlands verbreitet, inzwischen kommt sie auch entlang des Rheins vor. Zudem breitet sich eine weitere Population in einem Gebiet zwischen Berlin und Thüringen aus. Der NABU sieht den Klimawandel als entscheidenden Faktor, weil die Eier der Weibchen für ihre Entwicklung Wärme benötigen.
Die Gottesanbeterin ist für ihr auffälliges Paarungsverhalten bekannt, bei dem das Weibchen das kleinere Männchen teils frisst. Für Menschen ist das Insekt ungefährlich.
