Ukrainer wegen Spionage für Russland verurteilt
Ein 30 Jahre alter Ukrainer ist in Stuttgart wegen Agententätigkeit zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt worden. Die Strafe muss er nicht antreten, weil die Zeit der Untersuchungshaft angerechnet wird. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Gericht folgte nicht dem Vorwurf der Bundesanwaltschaft, der Mann habe gemeinsam mit zwei Landsmännern Brandanschläge in Deutschland geplant. Nach Überzeugung des Gerichts reichten die Beweise dafür nicht aus. Unstrittig war jedoch, dass der Mann im März 2025 zwei Pakete mit Autoersatzteilen und GPS Trackern über einen ukrainischen Paketdienst verschicken ließ.
Die Pakete wurden nach Angaben des Gerichts über Bekannte in Konstanz und Köln aufgegeben. Die beiden jüngeren Männer wurden freigesprochen, weil ihnen kein vorsätzliches Handeln nachgewiesen werden konnte. Eine Entschädigung für ihre Untersuchungshaft lehnte das Gericht ab.
