Spanische Exklave: Ceuta Europas verschlossene Tür
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Spanische Exklave: Ceuta Europas verschlossene Tür

Die Grenze zwischen Marokko und der spanischen Exklave Ceuta bleibt dicht. An der Uferseite patrouillieren Schnellboote, Hubschrauber und Drohnen überwachen die Lage aus der Luft, auf spanischer Seite sind Soldaten und Panzer bereitgestellt. In Fnideq auf marokkanischer Seite gehen Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken und Tränengas gegen Migranten vor, die sich der Grenze nähern.

Nach offiziellen Angaben wurden knapp 300 Menschen festgenommen. Unter ihnen sind kaum Marokkaner. In Ceuta wird die Lage aufmerksam verfolgt, viele Menschen dort äußern Enttäuschung über das Vorgehen Marokkos und über die Behandlung von Flüchtlingen. Mehr als 80 Menschen kamen auf spanischer Seite ums Leben, nur sechs von ihnen konnten nach den Obduktionen zweifelsfrei identifiziert werden.

Als Gründe für die Flucht aus Marokko nennen Betroffene Korruption, hohe Jugendarbeitslosigkeit, niedrige Löhne und wenig Perspektiven. Die jüngsten Sicherheitsmaßnahmen sollen Kontrolle signalisieren, gelten aber nicht als dauerhafte Lösung für künftige Migrationskrisen.

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