Trotz Online Aufrufen bleibt neuer Ansturm auf Ceuta zunächst aus
Trotz Aufrufen in sozialen Netzwerken ist ein neuer Migrantenansturm auf die spanische Nordafrika Exklave Ceuta zunächst ausgeblieben. An der Grenze und in der Stadt blieb die Lage den ganzen Tag über ruhig, während Spanien und vor allem Marokko ihre Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld deutlich verstärkten.
Marokkanische Sicherheitskräfte waren rund um Ceuta und Melilla stark präsent und stoppten nach Angaben aus dem Umfeld der Behörden bereits im Vorfeld mehrere Gruppen. Hunderte Migranten wurden nahe der Grenzstadt Fnideq am Überqueren gehindert, 111 Menschen ohne gültige Papiere festgenommen. In Fnideq wurden zusätzliche Sperren errichtet, Patrouillenboote überwachten die Küste, an der Grenze standen Wasserwerfer bereit.
Auch Spanien erhöhte die Zahl der Einsatzkräfte in Ceuta deutlich. Der spanische Innenminister Fernando Grande Marlaska bezeichnete die Massenankunft von Ende Juli als außergewöhnlich und sagte, sie werde sich nicht wiederholen. Bei dem früheren Ansturm waren Zehntausende Migranten nach Ceuta gelangt, Dutzende kamen ums Leben.
