Ceuta: Wer steckt hinter den Aufrufen zum Grenzübertritt?
Rund um die spanische Exklave Ceuta kursieren in sozialen Netzwerken Aufrufe zu einem möglichen Grenzübertritt am 15. August. Nach Angaben der marokkanischen Behörden verbreiten sich im Netz verdächtige und irreführende Inhalte. Ein Video mit der falschen Behauptung, Spanien stelle 15 Millionen Euro zur Verfügung, um Einwanderer aus Ceuta willkommen zu heißen, wurde mehr als 30000 Mal aufgerufen.
Schon Ende Juli hatten Falschmeldungen in sozialen Netzwerken zu einem Andrang an der Grenze geführt. Mehr als 80 Menschen kamen dabei ums Leben. Nach Angaben der EU soll die Mobilisierung nicht spontan gewesen sein, sondern auf einer organisierten Operation beruhen. Inzwischen wurden ein in Istanbul lebender Marokkaner sowie weitere Verdächtige festgenommen, die Menschen zur illegalen Einreise nach Ceuta und Melilla angestiftet haben sollen.
Die EU arbeitet mit den großen Plattformen zusammen, um weitere Massenandrang an einer Außengrenze zu verhindern. TikTok und Meta haben ihren Krisenmechanismus aktiviert und wollen Inhalte mit Falsch und Desinformationen kennzeichnen.
