EU Verpackungsrichtlinie: Weniger Müll, mehr Bürokratie
Die EU will Verpackungsmüll deutlich verringern und mehr Recycling erreichen. Nach Angaben der Kommission verursachten Menschen in der Europäischen Union 2023 im Schnitt 178 Kilogramm Verpackungsmüll. Seit Mitte August gilt eine neue Regulierung, die unter anderem strengere Vorgaben für den Einsatz sogenannter PFAS in Verpackungen vorsieht.
Ab dem 12. August 2026 gilt ein neuer Grenzwert für diese Stoffe, die in der Umwelt kaum abgebaut werden und teils als krebserregend gelten. Hersteller und Importeure dürfen dann keine Lebensmittelverpackungen mehr auf den Markt bringen, die den Grenzwert überschreiten. Für Lagerbestände gibt es eine Übergangsregelung.
In den kommenden Jahren folgen weitere Vorgaben. 2029 soll ein Großteil von Flaschen und Dosen über ein Pfandsystem wiederverwertet werden. Ab 2030 müssen alle Verpackungen recyclingfähig und so klein wie möglich sein. Dann sind auch Verpackungen verboten, die Produkte durch Doppelwände, falsche Böden oder unnötige Schichten größer erscheinen lassen. Für Transport und Umverpackungen gilt zudem eine Obergrenze von 50 Prozent Leerraum.
