Kündigungen wegen Iran Krieg: Schlechte Stimmung in der US Truppe
Der Krieg gegen Iran hat in den US Streitkräften offenbar zu wachsender Unzufriedenheit geführt. Mehrere Soldaten bemühen sich nach Angaben aus ihrem Umfeld darum, den Dienst als Kriegsdienstverweigerer zu verlassen. Als Auslöser nennen sie unter anderem den Angriff auf eine Mädchenschule im südiranischen Minab am ersten Kriegstag, bei dem mehr als 150 Menschen, vor allem Kinder, getötet wurden.
Taylor Highland, ein Mitte 30 Jahre alter Soldat in Texas, hat deshalb einen Antrag auf Kriegsdienstverweigerung gestellt. Er war seit mehr als zehn Jahren bei der Armee und hatte dort sein Medizinstudium absolviert. Nun wartet er auf die Entscheidung über seinen Antrag. Auch eine Beratungsstelle für Militärangehörige verzeichnet nach eigenen Angaben deutlich mehr Anfragen als früher.
Bill Galvin von der GI Rights Hotline spricht von einer schlechten Stimmung in der Truppe. Unter Verteidigungsminister Pete Hegseth werde das Militär stärker in politische Kulturkämpfe gezogen, kritisieren Beobachter. Der Konflikt gegen Iran und andere Einsätze unter Präsident Donald Trump belasteten zudem den Kampfgeist vieler Soldaten.
