Digitaler Zwilling im Fernwärmenetz: Pilotprojekt liefert Vorlage für die Wärmewende
|

Digitaler Zwilling im Fernwärmenetz: Pilotprojekt liefert Vorlage für die Wärmewende

Ein Pilotprojekt von Trianel Digital Lab, den Stadtwerken Tübingen und dem Softwareunternehmen retoflow hat gezeigt, dass ein digitaler Zwilling für ein Fernwärmenetz auch in einem komplexen Bestandsnetz funktionieren kann. Untersucht wurde sechs Monate lang das Fernwärmenetz in der Tübinger Südstadt, das von mehreren Erzeugern gespeist wird und dezentral gewachsen ist.

Ziel war ein rechenfähiges virtuelles Abbild des Netzes, das mit Live Messdaten verknüpft ist. Das Modell konnte reale Temperaturverläufe nach Angaben der Stadtwerke bereits mit hoher Genauigkeit abbilden. Zugleich gelang es dem Team, die Rechenzeit von mehreren Stunden auf unter eine Stunde zu senken.

Für kommunale Versorger ergibt sich daraus vor allem, dass belastbare Daten und eine geeignete Sensorik wichtig sind, um den Betrieb besser zu steuern. Nach der Validierungsphase soll der digitale Zwilling in den Livebetrieb überführt werden, weitere Tübinger Fernwärmenetze sollen folgen. Langfristig ist auch eine Sektorenkopplung mit Strom und Wasser vorgesehen.

Zur Originalmeldung

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert