Bundesregierung: Ostdeutsche haben seltener Spitzenämter
In Politik, Justiz und Wirtschaft sind Ostdeutsche weiterhin in Spitzenpositionen unterrepräsentiert. Die Bundesregierung räumt selbst eine Repräsentationslücke Ost ein. Unter den Abteilungsleitern der Bundesministerien liegt der Anteil von Menschen mit Ostbiografie bei 8,8 Prozent, obwohl knapp 20 Prozent der Bevölkerung ostdeutsch sind.
Auch bei oberen Bundesgerichten und an Hochschulen des Bundes ist der Anteil gering. In den obersten Bundesbehörden stieg er nach Angaben der Bundesregierung von 14 Prozent vor vier Jahren auf 15,5 Prozent. Die Linkenabgeordnete Ina Latendorf kritisiert fehlenden politischen Willen für Veränderungen und verweist darauf, dass Erfahrungen aus den 1990er Jahren in Führungspositionen kaum vertreten seien. Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser bezeichnet die Arbeit als zäh und spricht von langsamen Fortschritten.
