Unglück kostete 43 Menschenleben: Brückeneinsturz von Genua: Zwölf Jahre Haft für Ex Chef des Autobahnbetreibers
Acht Jahre nach dem Einsturz der Morandi Brücke in Genua ist der frühere Chef des Autobahnbetreibers, Giovanni Castellucci, zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Hafenstadt sprach den 66 Jährigen schuldig. Bei dem Unglück am 14. August 2018 waren 43 Menschen ums Leben gekommen.
Nach Angaben aus dem Verfahren führte mangelhafte Wartung zu schweren Schäden an der 1967 eröffneten Schrägseilbrücke. Die Fahrbahn stürzte auf rund 200 Metern ein, Autos und Lastwagen wurden 45 Meter in die Tiefe gerissen. Neben den Opfern auf der Brücke starben auch Menschen am Boden, 16 weitere wurden verletzt. Etwa 600 Anwohner verloren ihr Zuhause.
Die Staatsanwaltschaft hatte 18 Jahre und 6 Monate Haft gefordert. Castellucci war bereits zuvor wegen eines anderen tödlichen Busunglücks auf einer Autobahn zu sechs Jahren Haft verurteilt worden.
