Saylor und Back stellen sich gegen ein Verbot von Ordinals auf Bitcoin
Die Debatte um die Zukunft der Bitcoin Blockchain erhält neuen Auftrieb. Mit BIP 110 liegt seit Ende vergangenen Jahres ein Vorschlag vor, der Ordinals und andere nicht monetäre Dateneinträge auf der Blockchain vorübergehend einschränken soll. Ziel ist es, das Netzwerk wieder stärker auf seine ursprünglichen Funktionen auszurichten und Spam Transaktionen zu begrenzen.
Gegen den Vorschlag stellen sich nun Strategy Chef Michael Saylor und Blockstream CEO Adam Back. Beide lehnen Ordinals auf der Blockchain seit Langem ab, halten einen Eingriff auf Protokollebene aber für den falschen Weg. Saylor schrieb auf X, es gebe 110 Dinge, die für Bitcoin gefährlicher seien als Spam. Nach seiner Ansicht könnte BIP 110 im schlimmsten Fall auch gewöhnliche Bitcoin Transaktionen ungültig machen.
Adam Back warnt ebenfalls vor den Folgen eines solchen Eingriffs. Der Vorschlag sei ein Versuch, anderen Menschen vorzuschreiben, was sie tun dürfen. Bitcoin lebe von Dezentralität und einem zensurresistenten Netzwerk. Eine Umsetzung von BIP 110 gilt derzeit als unwahrscheinlich. Für die Aktivierung müssten 55 Prozent der Bitcoin Nodes zustimmen, zuletzt lag die Unterstützung bei rund einem Prozent.
