Sanierung als Alternative: Marode Brücke abreißen, muss das sein?
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Sanierung als Alternative: Marode Brücke abreißen, muss das sein?

Tausende Autobahnbrücken in Deutschland sind marode, meist werden sie bislang abgerissen und neu gebaut. Bei der Bergshäuser Brücke bei Kassel zeigt sich jedoch, dass es auch Alternativen gibt, die schneller und kostengünstiger sein können.

Die 700 Meter lange Brücke der A44 führt über die Fulda und wird täglich von Zehntausenden Fahrzeugen genutzt. Sie stammt aus den frühen 1960er Jahren, seit den 1990er Jahren sind Tragfähigkeitsprobleme bekannt. 2018 wurde eine Unterspannungsverstärkung eingebaut, die das Bauwerk entlasten soll. Der Kasseler Baustatik Professor Detlef Kuhl hält solche Verfahren für eine Möglichkeit, die Lebensdauer von Brücken um Jahrzehnte zu verlängern und Material sowie CO2 zu sparen.

Für die Bergshäuser Brücke ist der Abriss dennoch beschlossene Sache. Nach aktuellen Planungen soll sie versetzt und sechsspurig neu gebaut werden. Kuhl beziffert die Kosten für einen Neubau auf 500 Millionen bis eine Milliarde Euro, ein Retrofitting auf etwa 22 Millionen Euro. Die Autobahn GmbH verweist darauf, dass sie alle Maßnahmen prüfe und in diesem Jahrzehnt rund 4.000 Brücken im Kernnetz modernisieren wolle.

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