Beratungen im VW Aufsichtsrat enden ohne Klarheit zu Sparplänen
Die Beratungen des Volkswagen Aufsichtsrats sind ohne Klarheit über die Sparpläne des Konzerns zu Ende gegangen. Nach mehreren Stunden hinter verschlossenen Türen gab es keine konkreten Ergebnisse. VW nennt in einem später verschickten Zukunftsplan zwar Ziele bis 2030, doch Werksschließungen oder ein massiver Stellenabbau werden darin nicht erwähnt.
Betriebsratschefin Daniela Cavallo stellte am Abend erneut klar, dass sie Werksschließungen ablehnt. Ein Abbau von Arbeitsplätzen komme aus ihrer Sicht nur sozialverträglich und auf freiwilliger Basis infrage. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, der im Aufsichtsrat sitzt, hält Werksschließungen nicht für ein Zukunftskonzept. Er sprach von einer sehr intensiven Sitzung und einer weiterhin harten Zeit.
Gleichzeitig steht Volkswagen unter Druck. Der Konzern will in Deutschland seine Produktionskapazitäten angesichts schwächerer Märkte und weiterer Belastungen zusammenstreichen. Betriebsrat und Land Niedersachsen suchen nun einen Umgang mit der Situation, besitzen im Aufsichtsrat aber gemeinsam eine Mehrheit.
