Ugandas Armeechef schließt Medienhäuser
Ugandas Armeechef Muhoozi Kainerugaba hat die Schließung der unabhängigen Mediengruppe Nation Media Group angeordnet. Am 28. Juni umstellten Soldaten die Redaktions und Sendeanlagen des Unternehmens sowie des Senders NTV und stoppten den Betrieb auch bei Spark TV. Betroffen sind außerdem die Zeitungen Daily Monitor und The East African sowie mehrere Radiosender.
Amnesty International forderte die ugandische Regierung auf, die Schikanierung von Aktivisten zu beenden und Medien freie Arbeit zu ermöglichen. Die Organisation sprach von einer weiteren Eskalation gegen Pressefreiheit und Opposition. Auch aus den USA kam Kritik. Senator Jim Risch rief die Trump Administration dazu auf, die Sicherheitsbeziehungen zu Uganda zu überprüfen.
Kainerugaba nannte keinen konkreten Grund für die Schließung und schrieb auf der Plattform X, er glaube nicht an eine freie Presse. Er erklärte zudem, die Anordnungen seien von Präsident Yoweri Museveni gebilligt worden. Kritiker werfen der Regierung vor, Medien und Opposition zunehmend unter Druck zu setzen.
