Japan: Strengere Regeln für Zuwanderung
Japan verschärft seine Einwanderungspolitik deutlich und hebt ab März 2027 die Gebühren für die Änderung des Aufenthaltsstatus oder die Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen für Ausländer massiv an. Statt derzeit 10.000 Yen sollen dann 100.000 Yen pro Person fällig werden. Auch für eine unbefristete Niederlassungserlaubnis steigen die Kosten, zudem soll ein jährliches Mindesteinkommen von 16.500 Euro nachgewiesen werden.
Die Regierung von Premierministerin Sanae Takaichi hat außerdem strengere Vorgaben für die Einbürgerung und für dauerhaften Aufenthalt beschlossen. Dazu gehört eine auf zehn aufeinanderfolgende Jahre verdoppelte Aufenthaltsdauer als Grundlage für die Einbürgerung sowie ein stärkerer Fokus auf japanische Sprachkenntnisse. Schon im November 2025 wurde eine staatliche Ausländerbehörde gegründet.
Hintergrund der Verschärfung ist der Druck einer alternden Gesellschaft mit schrumpfender Bevölkerung und wachsenden Sorgen in Teilen der Bevölkerung über Zuwanderung. Zugleich gelten ausländische Arbeitskräfte in Japan als unverzichtbar, weil der Arbeitskräftemangel nach Einschätzung von Experten nicht allein durch mehr Frauen oder Roboter ausgeglichen werden kann.
