Neues Erdbeben der Stärke 4,9 erschüttert die Nordküste Venezuelas
Ein neues Erdbeben hat die Nordküste Venezuelas erschüttert. Nach Angaben des europäischen Erdbebenzentrums EMSC hatte das Beben eine Stärke von 4,9. Zu spüren war es unter anderem in Caracas und Maracay. Erst am Mittwochabend hatten zwei schwere Erdbeben Teile des Landes verwüstet.
Nach Regierungsangaben kamen dabei fast 1000 Menschen ums Leben, mindestens 3360 weitere wurden verletzt. Mehr als 50.000 Menschen werden vermisst. In besonders betroffenen Regionen wie La Guaira wächst der Frust über die langsame staatliche Hilfe. Anwohner und Freiwillige suchten teils mit bloßen Händen in den Trümmern, weil schweres Gerät fehlte. Medien berichteten zudem von überlasteten Krankenhäusern ohne Strom.
Die USA sagten Hilfen im Wert von 150 Millionen Dollar zu und kündigten eine Lockerung von Sanktionen an. Die Katastrophe gilt auch als politische Bewährungsprobe für Interimspräsidentin Delcy Rodriguez.
