Merz verteidigt Gespräche mit den Taliban über Abschiebungen
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Gespräche der Bundesregierung mit den Taliban über Abschiebungen aus Deutschland verteidigt. Er sagte im Bundestag, man normalisiere das Regime damit nicht. Diplomatische Beziehungen gebe es zwischen Staaten und nicht zwischen Regierungen, zudem habe es mit Afghanistan immer entsprechende Beziehungen gegeben.
Merz erklärte, die Gespräche dienten dazu, straffällig gewordene männliche Afghanen in ihre Heimat abzuschieben. Zugleich räumte er ein, dass diese Politik auch in den Regierungsfraktionen von Konservativen und Sozialdemokraten kritisch gesehen werde. Im Bundestag verband Merz die Befragung außerdem mit dem Appell, Reformideen, unter anderem zur Rente, nicht zu zerreden.
