31 Jahre nach dem Srebrenica Massaker: Trauer und Suche nach Spuren
31 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica haben Angehörige auf einem Friedhof und an der Gedenkstätte in Potocari der Opfer gedacht. Im Juli 1995 hatten bosnisch serbische Soldaten im Bosnien Krieg dort mehr als 8.000 Bosniaken ermordet. Für viele Hinterbliebene bleibt bis heute wichtig, einen Ort zum Trauern zu haben und die Opfer würdevoll zu bestatten.
Munira Subasic von den Müttern von Srebrenica betonte, dass sie selbst den Genozid überlebt habe, aber 22 Familienangehörige verloren habe. Auch andere Familien warten weiter auf Hinweise zu Massengräbern und auf weitere Knochenfunde. In diesem Jahr wurden zehn Opfer beigesetzt, deren Überreste teils schon 1997, teils erst vor vier Jahren entdeckt wurden.
Nach Angaben des Instituts für Vermisste in Bosnien Herzegowina sind viele sterbliche Überreste nur unvollständig. 900 Menschen gelten weiterhin als vermisst.
