Luigi Pantisano: Auftrag mit schwierigem Start
Luigi Pantisano ist der erste Linken Vorsitzende mit Migrationsgeschichte und hat das Amt mit wenig Rückhalt übernommen. Der Kind italienischer Gastarbeiter bekam bei seiner Wahl in Potsdam nur 53 Prozent der Stimmen, 30 Prozent der Delegierten stimmten gegen ihn. Seine Co Vorsitzende Ines Schwerdtner wurde dagegen mit 85 Prozent im Amt bestätigt.
Pantisano stammt aus Waiblingen bei Stuttgart und sitzt für die Linke im Bundestag. Er will vor allem die Arbeiterschaft zurückgewinnen und den Haustürwahlkampf der Partei an Werkstoren fortsetzen. Seine Eltern arbeiteten als italienische Gastarbeiter mehrfach gleichzeitig, um ihren Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen.
Der neue Parteichef sieht sich als Vertreter hart arbeitender Menschen und erzählt oft von seinem Aufwachsen ohne Bücher, aber mit Fernsehen. Die Linke hat ihre Mitgliederzahl in zwei Jahren verdoppelt und ist jünger, weiblicher, westdeutscher und migrantischer geworden.
