Ethikrat gegen pauschales Social Media Verbot für Jugendliche
Der Deutsche Ethikrat lehnt ein pauschales gesetzliches Mindestalter für die Nutzung sozialer Medien ab. Stattdessen empfiehlt er ein differenziertes und risikobasiertes Schutzkonzept, das auch andere digitale Angebote wie Künstliche Intelligenz und Chatbots einbezieht.
Für bestimmte Inhalte wie Pornographie spricht sich der Rat jedoch für eine Mindestalterregelung aus, die mit Altersbestimmungstechnologien umgesetzt werden soll. Vorgaben zu Altersgrenzen und ihrer Überprüfung sollten verbindlich geregelt werden und nicht den Anbietern überlassen bleiben.
Zugleich betont der Ethikrat, dass die elterliche Erziehungsfreiheit gewahrt bleiben müsse. Eltern sollen durch technische Werkzeuge, unabhängige Informationen und Beratungsangebote unterstützt werden. Kinder und Jugendliche sollen nach Auffassung des Rats in den Entscheidungsprozess einbezogen werden.
