Ukraine Krieg: Ökonomen sehen Russlands Wirtschaft am Ende
Russlands Wirtschaft steht nach Einschätzung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und des Stockholmer Institute of Transition Economics unter starkem Druck. Die Forscher sehen die staatlichen Reserven fast aufgebraucht und sprechen von einem Endstadium der Kriegswirtschaft. Das Wirtschaftswachstum komme zum Stillstand, zugleich wachse die Abhängigkeit von China.
Der Kiel Report nennt einen deutlichen Rückgang der liquiden Vermögenswerte des russischen Staatsfonds von 6,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu Kriegsbeginn auf 1,8 Prozent im April 2026. Auch das Defizit des Bundeshaushalts habe bereits in den ersten drei Monaten das Jahresziel der Regierung überschritten. Zudem seien die Öl und Gaseinnahmen im ersten Quartal dieses Jahres um 45 Prozent gesunken.
Nach Einschätzung der Autoren liegt Russlands Hauptproblem inzwischen weniger beim Geld als bei Arbeitskräften, Technologie und Produktionskapazitäten. Die Studie sieht in der wachsenden wirtschaftlichen Verwundbarkeit Russlands auch neue Möglichkeiten für den Westen, etwa durch strengere Exportkontrollen und Maßnahmen gegen die russischen Exporteinnahmen.
