Israelisches E1 Projekt: Streit um Siedlungen im Westjordanland
Im Westjordanland verschärft sich die Lage weiter. In den ersten Monaten des Jahres 2026 gab es zahlreiche Todesopfer und Hunderte Verletzte durch Angriffe radikaler Siedler. Die Angreifer setzten Häuser, Autos und Moscheen in Brand, entwurzelten Olivenbäume und stahlen oder töteten Vieh von Bauern.
Besonders in der Kritik steht das geplante E1 Projekt östlich von Jerusalem. Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien rügten zuletzt die Siedlergewalt und die geplante Ausweitung israelischer Siedlungen. Israel will mit dem Bau von rund 3400 Wohneinheiten nach eigener Darstellung Jerusalem und Maale Adumim besser verbinden und verweist auf Sicherheitsinteressen.
Nach Einschätzung der Vereinten Nationen würde das Gebiet dadurch in einen Nord und einen Südteil gespalten. Ost Jerusalem würde vom palästinensischen Umland abgeschnitten. Beobachter sehen dadurch die Zweistaatenlösung weiter gefährdet. Deutschland hält daran fest, während Kritiker vor einer Entwicklung warnen, die einen eigenständigen palästinensischen Staat praktisch unmöglich machen könnte.
